Archive for the ‘Kirche’ Category

Meisners Hang zum Drastischen

Montag, November 2nd, 2009

Der Kölner Erzbischof  Joachim Kardinal Meisner hat jede nichtreligiöse Kunst und Kultur als „entartet“ bezeichnet - und das nicht zum ersten Mal. Neben einem sehr reduziertem Kunstverständnis ist das Geschichtsverständnis des Herrn auch nicht ganz gesund. NRW-Kulturstaatssekretär Grosse-Brockhoff zeigte neben vielen anderen Gästen der Einweihung des Diözesanmuseums Kolumba wenig Verständnis für die erneute Entgleisung des Kölner Erzbischof. Daneben hat Meisner auch den Wissenschaftler und “Der Gotteswahn”-Autor mit den Nazis verglichen. Dawkins beschreibe den Menschen als eine Hülle zur Weitergabe von Genen, ebenso wie die Nazis. Dass Hawkins biologisch gesehen recht hat und das nichts mit Nazitum zu tun hat irritiert Meisner nicht. Gut, dass seine Ansichten nicht die der kath. Kirche als solche sind.

Endlich geregelt

Dienstag, Oktober 13th, 2009

Das Land Hessen hat jetzt endlich nach 100 Jahren das Kirchenaustrittsrecht renoviert und angepasst. Kostet aber immer noch 25 € aus einem Verein auszutreten, dem man freiwillig gar nicht beigetreten ist. Dafür kann jetzt der Vormund eines Demenzkranken an seiner Stelle den Austritt erklären.

FAZ-Artikel

Missionsland Deutschland

Donnerstag, September 24th, 2009

“Die Angst, für zu fromm gehalten zu werden, ist groß.” Landesbischof Wolfgang Huber

Und natürlich brauchen wir Werte, damit die Freiheit uns nicht überfordert. Und natürlich meint Huber die christlichen Werte. Nach mehr als 1000 Jahren müsste Deutschland mal wieder missioniert werden. Raus aus der Verkirchlichung, hin zum echten, reinen Glauben, der den Menschen wahr nimmt. So in etwa:

Artikel im Stern

Geistiger Widerstand

Dienstag, September 22nd, 2009

Zu einem wachsamen geistigen Widerstand gegen neue Formen eines aggressiven Atheismus hat Bischof Gebhard Fürst die Christen aufgerufen. Warum auch nicht - eine geistige Auseinandersetzung wäre ja hilfreich. Aber die meisten Angriffe auf Atheisten sind plump-blöd. Der französische Theologe und Naturwissenschaftler Teilhard de Chardin, umschrieb das Handeln des Schöpfers so mit „Gott macht, dass die Dinge sich selber machen.“ - Gott also als Auslöser und Urgrund von Allem. Bloß bleibt da natürlich die Beweislast. Denn der Beweis einer Existenz irgendeines Schöpfer bleibt bislang aus. Geschweige denn der Nachweis, dass es dann auch noch der Gott der Bibel wäre, würde erbracht. Nein, die Kirche bekommt ein theologisches Problem, wenn sie Evolution und Schöpfungsbericht zusammen bringt. Nun, dazu passt eine Meldung, dass immer mehr Menschen in Deutschland die katholische Kirche verlassen.

Krieg und Frieden

Mittwoch, August 26th, 2009
Geistliche beider Konfessionen unterstützten Deutschlands Krieg. Die Bischöfe riefen zur Pflichterfüllung auf. Als die Gewalt eskalierte, mahnten sie jedoch auch die allgemeinen menschlichen Rechte an.

Eigentlich kein Thema für das Religionsblog, der 2. Weltkrieg, möchte man meinen. Wenn da nicht die Verstrickung von Christen und Nazis gewesen wäre. Und dass, obwohl die Nazis auch die Christen ausschalten wollten. Lavierend der Papst, enthusiastisch viele Gläubige. Und auf den Koppeln “Mit Gott”….

Ohne Erregung läßt das kein Christ gelten. Selbstkritik ist kaum vorhanden, so die Einschätzung nach vielen Diskussionen. Entweder es waren keine Christen, die da gehandelt haben, oder man wird auf die leuchtenden Beispiele verwiesen. Von Bonhoeffer bis Kardinal von Galen.

Daher ist es zu begrüßen, wenn man sich der Thematik mal widmet. Der “Rheinische Merkur” hat zum 70. Jahrestag des Beginns des II. Weltkrieges einige interessante Beiträge. Lesenswert.

Den Nazis nah, den Nazis fern

Generation Benedikt

Dienstag, August 25th, 2009

Via blasphemie-blog, wo ein Artikel über eine Sendung von N-TV steht, habe ich diese schöne Homepage eines Papstfans, der seinen Glauben sehr ernst nimmt, gefunden. Besser: drüber gelesen und dann die Homepage gesucht.

Nach Eigendarstellung ist die Generation Benedikt ein Netzwerk von Jugendlichen aus aller Welt, die aus dem Weltjugendtag 2005 in Köln hervorgegangen ist. Die Jugendlichen wollen ihr Leben am katholischen Glauben in seiner ganzen Bandbreite ausrichten und ihren Glauben und die daraus resultierenden Überzeugungen in der Öffentlichkeit bekennen und erläutern.

Was sie wollen bzw. nicht wollen erläutern sie auf einer eigenen Seite, die zeigt, dass sich Rechtgläubige immer mehr an den Rand gedrängt fühlen. Aber dieses Netzwerk zeigt auch, dass man seinen Glauben ernst nehmen sollte. Wie konsequent, wird man sehen.

Generation Benedikt

Kath-Invest

Sonntag, August 2nd, 2009

Rüstungs- und Tabakkonzerne und Verhütungsmittel- Hersteller. Was haben diese Konzerne bzw. Hersteller mit einem Religionswatch-Blog zu tun? Naja, die katholische Pax-Bank, die für Ethik in der Geldanlage wirbt, hat hohe Summen in Aktien dieser Firmen angelegt. Der Vorstandsvorsitzende der Bank mit Sitz in Köln, Christoph Berndorff, bestätigte dies dem Magazin “Der Spiegel”.

Demnach hat die Pax-Bank etwa gemeinsam mit der kirchlichen Liga-Bank knapp 578.000 Euro beim Rüstungsriesen BAE Systems angelegt. Die Pax-Bank räumte den “Fehler” ein und versprach eine sofortige Korrektur. Wo Pax doch Frieden heißt. Und Kondome… war da nicht irgendetwas mit dem Papst und so?! Mmmh…

Harte Schwänze - Weiche Eier

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Das Bistum Linz (Oberösterreich) seht im Focus von Kreuz.net. Denn die funktionieren wohl nicht so, wie die Erzkonservativen es gerne hätten. Ein Artikel über (angebliche) männliche Sexualität steht massiv in der Kritik. Zum einen vielleicht über die harte Sprache, die die Dinge ungewohnt … hart… anspricht und sicherlich auch inhaltlich.

Bistum mit hartem Schwanz

Bistum Linz

Der Artikel

Verspekuliert, St. Spekulatius…

Montag, Juli 27th, 2009

Den Priestern der Diözese Killaloe in Westirland müssen jetzt die Gehälter gekürzt werden - und warum? Weil die die Diözese in Bankaktien investierte und dabei mehr als sieben Millionen Euro verloren hat. Der Finanzkrise sein dank. Der Zaster stammt aus einer Erbschaft. Schön zu wissen, dass die Kirche anscheinend so sorgsam mit den ihr anvertrauten Gütern umgeht…

Meldung auf Kath.net

Ziemlich unorthodoxe Zensur

Montag, Juli 27th, 2009

Wenn in Griechenland in frühen Zeiten heidnische Symbole, wie z.B. die Akropolis, eine antike Götterstadt, zerstört wurden, dann meist doch von hyperaktiven Christen, die jegliche Zeugnisse heidnischen Glaubens vernichten wollten. Die Christen heißen heute griechisch-orthodox. Und nun?

Naja, der griechisch-französische Film-Regisseur Costa-Gavras, für seine hochpolitischen Filme bekannt (Z), hat einen Dokumentarfilm gedreht, der zeigt u.a. die Zerstörung des  Parthenon-Tempels auf der Akropolis durch in Gewändern der orthodoxen Priester gewandeten Christen. Dagegen hat die orthodoxe Kirche beim Auftraggeber des Films, dem griechischen Kulturministerium, protestiert. Und völlig unorthodox hat diese  die entscheidende Stelle Heraus schneiden lassen.

Sowas nennt man im allgemeinen Zensur. Aber ist ja nur “böses” übers Christentum. Da darf man dass bestimmt und ist auch keine Zensur….

Artikel auf N-TV