Archive for the ‘Weltgeschehen’ Category

Wut auf den lieben Gott: 12-Jährige legte Feuer an Kirche

Sonntag, Mai 30th, 2010

Also, man kann sagen was man will: Die Kleine nimmt Gott ernster als so manch angeblich frommer Mensch. Sie wollte Gott weh tun weil er ihr weh getan hat, jedenfalls ihrer Ansicht nach.

Aus Wut auf den lieben Gott: 12-Jährige legte Feuer an Kirche | RP ONLINE

Der Kirche den Rücken kehren

Mittwoch, April 7th, 2010

Das viele Gläubige nun ihrer Kirchen den Rücken kehren ist nicht verwunderlich – aber die Missbrauchsfälle, die ja zum Teil Jahrzehnte zurück liegen, sind m.E. nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Über das Sexualverhalten katholischer Priester und Ordensleute hat man sich seit Alters her keine Illusionen gemacht. Der sarkastische Spott ist Legion. Von wegen Haushälterin *augenzwinker*. Gleichwohl sind die Missbrauchsfälle der I-Punkt. Eine Steigerung der Abartigkeit der Sexualmoral der katholischen Kirche. Denn nur diese Fördert direkt und indirekt dieses Fehlverhalten im Verborgenen.

Schlimmer jedoch ist das Verhalten und der Umgang der Kirche mit dem Missbrauch. Die fast schon hektische Betriebsamkeit in der Aufarbeitung heute täuscht nicht darüber hinweg dass es kein Vertrauen mehr in die Kirchenpolitik gibt.

Dazu kommt die Rückständigkeit in moralischen und ethischen Dingen. Sicher muss man nicht auf jeden fahrenden Zug aufspringen und jede Mode mitmachen. Eine feste moralische, ethische Instanz ist in dem hektischen Wandel, in dem sich die Welt befindet, für viele Menschen ein notwendiger Halt. Aber die Antworten, die die katholische Kirche auf Fragen zur Sexualhygiene (AIDS und Co), Empfängnisverhütung oder auch Ehe usw. bietet, sind nicht für die moderne Gesellschaft geeignet. Und das schwingt sicher bei der Entscheidung, aus der Kirche auszutreten, unterschwellig mit.

Die katholische Kirche hat ihre Kompetenz als moralische Instanz weitgehend verspielt. Und der Gläubige merkt das.

Missbrauch: Deutsche kehren der Kirche den Rücken - Politik - DerWesten

Gesundbeten klappt nicht - echt nicht!

Sonntag, August 2nd, 2009

Das passiert hauptsächlich im God’s own Country und ist kein Einzelfall. Menschen gehen nicht zum Arzt, sondern lassen ihre Krankheit im Gebet heilen. Geklappt hat das in den seltensten Fällen. Psychosomatische Heilung allenfalls. Muss jeder selbst wissen. Dramatisch wird es wirklich erst, wenn hilflose Kinder derart behandelt werden.

Der 47-jährige Dale Neumann aus dem US-Staat Wisconsin  glaubte fest daran, dass Gott seine Tochter heilen könnte und hat zusammen mit seiner Frau versucht mit Hilfe von Gebeten seine kranke elfjährige Tochter zu kurieren. Sie starb erwartungsgemäß und zwar an Diabetes und damit an einer behandelbaren Krankheit.

Ein Gericht befand die Eltern jetzt als schuldig an dem Tod der Elfjährigen. Abschrecken wirds die Wundergläubigen nicht im Geringsten. Man muss nur fest dran glauben.

SPON-Artikel

Verspekuliert, St. Spekulatius…

Montag, Juli 27th, 2009

Den Priestern der Diözese Killaloe in Westirland müssen jetzt die Gehälter gekürzt werden - und warum? Weil die die Diözese in Bankaktien investierte und dabei mehr als sieben Millionen Euro verloren hat. Der Finanzkrise sein dank. Der Zaster stammt aus einer Erbschaft. Schön zu wissen, dass die Kirche anscheinend so sorgsam mit den ihr anvertrauten Gütern umgeht…

Meldung auf Kath.net

Ziemlich unorthodoxe Zensur

Montag, Juli 27th, 2009

Wenn in Griechenland in frühen Zeiten heidnische Symbole, wie z.B. die Akropolis, eine antike Götterstadt, zerstört wurden, dann meist doch von hyperaktiven Christen, die jegliche Zeugnisse heidnischen Glaubens vernichten wollten. Die Christen heißen heute griechisch-orthodox. Und nun?

Naja, der griechisch-französische Film-Regisseur Costa-Gavras, für seine hochpolitischen Filme bekannt (Z), hat einen Dokumentarfilm gedreht, der zeigt u.a. die Zerstörung des  Parthenon-Tempels auf der Akropolis durch in Gewändern der orthodoxen Priester gewandeten Christen. Dagegen hat die orthodoxe Kirche beim Auftraggeber des Films, dem griechischen Kulturministerium, protestiert. Und völlig unorthodox hat diese  die entscheidende Stelle Heraus schneiden lassen.

Sowas nennt man im allgemeinen Zensur. Aber ist ja nur “böses” übers Christentum. Da darf man dass bestimmt und ist auch keine Zensur….

Artikel auf N-TV

Die Hoffnung stirbt zu Letzt

Donnerstag, Juli 23rd, 2009

So heißt es ja wohl. Dass die Hoffnung zu letzt stirbt. Zwei Monate hoffte der Anführer einer Sekte in den USA auf die Auferstehung einer Anhängerin, die gestorben war. Oder in eine andere Welt gegangen ist. Wie auch immer: den Leichnam seiner hochbetagten Anhängerin hat er in der Toilette versteckt gehalten. Die Polizei hat aber eher den Verdacht, dass er die Rente kassieren wollte. Also ein Rentenbetrüger ist.

RP-Online

Mit Schrotflinte und Gottvertrauen

Mittwoch, Juli 22nd, 2009

Die USA müssen Gods own Country sein. Denn eigentümlicher Weise passieren solche Sachen fast nur in den USA. Wie die von dem frommen muslimischen Kioskbesitzer (der, ach wie fromm, auch Haschpfeifen verkauft hat…), der überfallen wurde und seine (ungeladene) Schrotflinte greifen konnte. Und den jammernden Räuber dann bekehrte zum Islam. Wie romantisch…

SPON-Artikel

Rückfall ins Mittelalter

Freitag, Juli 17th, 2009

Gotteslästerern drohen in Irland künftig bis zu 25.000 Euro Strafe. Die Verfassung schreibe es so vor, meint die Regierung. Widerstand regt sich allerdings, Kritiker wollen das Gesetz absichtlich brechen. Wobei ganz klar noch abzuwarten bleibt, ob nicht doch der Scheiterhaufen wieder eingeführt wird in Irland.

Bislang dachte man doch, dass nur die Polen päpstlicher als der Papst seien (obwohl der Papst zu dem Zeitpunkt noch selbst Pole war) - die Ir(r)en belehren einen eines Besseren. Im Prinzip haben sie damit jegliche Kritik an Religion und Gott abgewürgt. Wahrlich ein Rückschritt in das Mittelalter.

SPON

Seelenverkäufer

Donnerstag, Juli 9th, 2009

Na, ein Ablasshandel ist es nicht und die Seele wird auch nicht verkauft. Ein lettisches Kreditunternehmen bietet seinen Kunden an, als Sicherheit für geliehenes Geld ihre Seele zu verpfänden und das sorgt derzeit bei den Kirchen des baltischen Staates für scharfe Proteste. Die Kirchenvertreter vermuten hinter dem Vorschlag nicht nur zynische Geldverleiher sondern Satanisten. Da bei Krediten zwischen umgerechnet 70 und 700 Euro ein Jahreszins von 365 Prozent ananfällt vermute ich doch eher zynische Geldverleiher dahinter. Und ob, wie ein ungenannter Mitarbeiter vermutet, einem seine Seele etwas Wert ist und das geld zurück zahlt….. Naja.

Meldung HAZ 

Liebe in Wahrheit

Dienstag, Juli 7th, 2009
“Ohne rechtschaffene Menschen, ohne Wirtschaftsfachleute und Politiker, die in ihrem Gewissen den Aufruf zum Gemeinwohl nachdrücklich leben, ist die Entwicklung nicht möglich”. Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt legt pünktlich zum G-8-Gipfel die neue Sozialenzyklika “Caritas in veritate” vor. Eine Art permanenter Krisengipfel, ein globales Steuerungsgremium jenseits der Uno - und jede Menge Liebe verlangt der Stellvertreter Gottes.

Eine hochaktuelle Streitschrift zur Globalisierung, gegen ein rücksichtsloses Profitdenken und für Moral und Ethik in der Wirtschaft und kein politisches Programm legt Benedikt vor. Und mit Verlaub: Man wird es hören und loben - und sicherlich nicht beachten. Obwohl auch der Papst mal richtig liegen kann. Wenn auch keine Lösungen im eigentlichen Sinne gegeben werden legt der Papst die Finger in die offene Wunde unserer Gesellschaft.

Enzyklika auf Gloria TV

Info auf DW