Archive for Juni, 2009

Wenn der HERR mit dem Herrn….

Dienstag, Juni 30th, 2009

Ein 65 jähriger Bischof aus Uruguay ist nach einer homosexuellen Beziehung mit zwei Ex-Häftlingen von diesen erpreßt worden.  Die beiden Knackis haben Presseberichten zu Folge Fotos von den sexuellen Handlungen gemacht und den Bischof damit erpresst. Der tat denn auch das einzig Richtige und schaltete die Polizei ein. Nach Angaben der Presse erklärte sich der Bischof bereit, scheinbar für die kompromittierende Lichtbilder 2.000 Dollar zu bezahlen. Bei der Übergabe des Geldes schritt die Polizei ein und verhaftete einen der Täter. Dieser verpfiff natürlich seinen Kollegen und es kam heraus, dass die Scheckkarte des Bischofs gestolen wurde und ebenso diverse Kirchengeräte.

Vom Priesterkollegium wurde dem Bischof empfohlen, sein Amt nieder zu legen. Meldung kommt von kath.de - dort heißen Homosexuelle übrigens “homo-perverse”….

Meldung auf Kath.de

Paulus wohl doch in Rom gestorben

Montag, Juni 29th, 2009

Klar war es nie, obwohl die Kirche immer hoffte - aber jetzt zeigt sich nach einer Untersuchung, dass das Paulus-Grab in Rom  offenbar tatsächlich die Knochen des Apostels enthält. Sein Sarkophag soll nun unter dem Altar der römischen Basilika geöffnet werden. Papst Benedikt XVI., der den Fund sichtlich bewegt verkündete, ist von der Echtheit der Knochen überzeugt. Obwohl man ja keinen Vergleich hat, der dies bestätigen könnte - allenfalls dass die Leiche, bzw. was davon noch übrig ist, aus dem 1. Jahrhundert stammt. Wer immer er gewesen sein mag. 

Zweifel, dass Paulus gelebt hat, wird es wohl kaum geben. Insofern wäre der Fund auch nicht weiter von Belang. Aber es könnte die Kirche motivieren, zu behaupten, sie hätte ja schon immer Recht gehabt. Warten wir aber erstmal die Untersuchung ab.

Info FAZ

Ausreden

Montag, Juni 29th, 2009

Ein 41-jähriger Priester führte bei einer Verkehrskontrolle zwischen Mailand und Turin einen beruflichen Grund an, um seinen erhöhten Blutalkoholwert zu entschuldigen: Er komme von einem Gottesdienst mit Abendmahl, bei dem es nun einmal Messwein gebe.Vergeblich. Die Polizisten haben seinen Führerschein einkassiert. Der Priester will gegen die Entscheidung vorgehen, schließlich hat er den Wein nicht freiwillig getrunken, sondern in Ausübung seines Amtes.

Glaubensfreiheit vs. Entwicklungshilfe

Sonntag, Juni 28th, 2009

Eine Gruppe von Abgeordneten aus allen Fraktion hat die Bundesregierung aufgefordert, sich stärker für den Schutz von Christen in der Welt einzusetzen. Die Zahlung von Entwicklungshilfe müsse auch davon abhängig gemacht machen, ob in den Empfängerländern Christen verfolgt würden, heißt es in der Erklärung. SPON

Etwas unglücklich ausgedrückt. Aber gemeint ist sicherlich, dass, wenn Christen verfolgt werden, es keine Kohle geben soll. Und sicherlich durchaus ein Kriterium für die Verteilung der Entwicklungshilfegelder. Immerhin sollen 90% aller religiös Verfolgten ja Christen in islamischen Ländern sein. In den Ländern also, in denen Entwicklungshilfe am nötigsten gebraucht wird. Auch irgendwie komisch…. Sind nicht auch die reichen Ölländer islamische Länder? Wieso unterstützen die nicht die Länder, in denen der Islam  und Armut herrschen? Hmmmm….

Mißbrauch und Überleben

Mittwoch, Juni 24th, 2009

Ausgerechnet ein Netzwerk der von Priester mißbrauchten in Austria…. Zentrale in St. Pölten? Dass “Network of those Abused by Priests” wurde 1989 in den USA gegründet und unterstützt amerikanische Opfern von Missbrauch durch Priester und ihre Helfershelfer zu ihrem Recht zu kommen. Das österreichische Mißbrauch-opfer Michael Tfirst möchte zusammen mit einigen anderen Missbrauchsopfern eine österreichische Zweigstelle des Verbandes gründen, um Kirchengeschädigte (gemeint sind sicherlich Mißbrauchopfer - obwohl religiöse Penetration in der Kindheit auch sowas wie Mißbrauch darstellt, oder?) in seinem Heimatland zu unterstützen.

Bericht bei Heise (Dank an Rokker Mur):

Homepage von Michael Tfirst (Zitat:Wozu das Zölibat taugt? Die Antwort ist einfach. Zum Kinderficken)

http://www.snapnetwork.org/

40 Sekunden Internet

Dienstag, Juni 23rd, 2009

Eine Seite im Netz, die unschlüsige Nichtgläubige auf den rechten Weg bringen möchte, gefunden. Was, wenn man nur noch 40 Sekunden hat - also arbietet man wieder mit dem brutalsten Motiven, die das Christentum auffahren kann: Der Angst vor dem Tod und dem Leben danach (so absurd sich das anhört: man glaubt dran).

http://www.40sekunden.de

Glaube ausprobieren kann man auch auf einer anderen Webseite. Hier hat man in 4 Wochen die Gelegenheit, Gott zu erfahren. Erst mal beten lernen, dann auf Gott hören lernen und dann…. Feine Sache - aber warum sollte man?

http://www.jesus-experiment.de/

Umtriebig, wie man so ist, möchte man auch gerne Andersgläubige bekehren. Ist ja klar, die eigene Religion ist immer die Richtige. Zum Beispiel möchte man junge Türken erreichen - in der Annahme, dass alle jungen Türken dem Islam angehören. Und nur von ihm erfahren haben. Also gibt es “Iman-Glaube”, die das gerne ändern möchte…:

http://www.iman-glaube.de/

Bizzar wird es, wenn ehemalige Lichtbringer ihre früheren Glaubensgenossen zum Licht führen wollen - oder hinters Licht? Jedenfalls ist ja Jesus das Licht Gottes und Reiki oder sowas eher nicht. So jedenfalls, im Sinne, der Betreiber der Web-Präsenz “Lichtarbeit Verführung”.

http://www.lichtarbeit-verführung.de/

So viel zu kürzlich im Netz gefundenen, religiösen Netzseiten.

Eigene Methoden

Dienstag, Juni 23rd, 2009

Die Kirche braucht einen neuen Innenanstrich. Die Gemeinde hat kein Geld. Ein Kirchengebäude ist groß. Viel Farbe kostet viel Geld.

Das Problem will der Pfarrer der St. Antonius-Gemeinde in Obrighoven (Wesel am Niederrhein), Robert Mertens, etwas unkonventionell lösen. Bis 2010 will er 50.000€ sammeln, indem er jedem Gottesdienstbesucher 5€ in die Hand drücken läßt - mit der Aufforderung, mehr daraus zu machen. So will Mertens zumindest einen Rücklauf von 10.000€ erreichen.

Interview mit Mertens auf RP-Online 

2009er Pfarrerauslese, trocken, säuerlich

Mittwoch, Juni 17th, 2009

Die rheinische Landeskirche will etliche ihrer Pfarrer in sozialen Diensten loswerden - mit einem Eignungstest, an dem bis jetzt die Hälfte der Kandidaten scheiterte (Der Spiegel)

Gerade einen interessanten Artikel via Topdog-Forum  gelesen. Interesant deshalb, weil man mal sehen kann, dass die Kirche, in diesem Fall die evangelische, auch nicht sehr sozial mit ihren Beschäftigten umgeht. Ich meine, prüfen, ob Menschen ihren Beruf verfehlt haben ist ok. Ob sie noch die Anforderungen erfüllen können: verständlich. In der freien Wirtschaft sicherlich nicht unüblich. In einer Kirche aber?!? Bei Menschen, die aus ihrer Berufung einen Beruf gemacht haben und über Jahrzehnte bewiesen haben, dass sie zu recht Pfarrer sind? Bei einer Kirche, die wie keine andere sich an die Arbeiterbewegung geheftet hat, die asoziales Verhalten der Wirtschaft anprangert…. ist es da nicht eher kontraproduktiv?

Nun ja, sicherlich schließen Kirchen. gehen die Steuereinnahmen zurück und werden Pfarrer überflüssig - aber sollte eine sich auf Christus berufende Gemeinschaft etwas anders verhalten wie der “Spiegel” - Artikel vermittelt? Nun ja, wie gesagt, den Artikel fand ich interessant und wollte ihn nur weiter empfehlen.

Die Strigenz der Evidenz

Donnerstag, Juni 11th, 2009

Die logische Stringenz hat dabei als Kriterium der Wahrheit Vorrang vor der Autorität. Papst Benedikt XVI.

Diese Aussage macht der Papst bei einer Generalaudienz in Rom am Mittwoch. Nette Ansprache an die Pilger, in der sich der Papst auf den irischen Theologen Johannes Scotus Eriugena bezog. Im Prinzip geht es hierbei um die Form der Bibelauslegung. Und ich frage mich, ob Benedikt damit nicht ein Eigentor geschossen hat.

Denn wenn es um Auslegung geht hat der Papst die Autorität. Quasi die Unfehlbare Autorität ex kathedere. Wenn aber, der Aussage des Papstes folgend, die Strigenz der Logik auf eine andere Wahrheit als die von ihm verkündete hinweist…. Wäre da nicht die Evidenz erbracht, dass er nicht unfehlbar ist? Ich grübel noch. Aber irgendwie…..

Info auf  Domradio

Eigensinnig

Samstag, Juni 6th, 2009

Bezeichnend die Irritataionen, die die Piusbruderschaft in der katholischen Kirche auslöst. Immerhin spricht ein hochrangiger Bischof wieder von Exkommunion. Und dass alles, weil die Bruderschaft Ende Juni  Priesterweihen plant sowie  unerlaubt  eine Kapelle in Fulda weiht .

Und dass alles, weil einer unbedingt Recht haben möchte, nein will. Ich glaube das Richtige, nein ich…. Jämmerliches Bild, oder?

Artikel in SPON